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Die Webseite des Friedrich-Althoff-Konsortiums e.V.

Kategorie-Archiv: Lesestoff

Kabinettsbeschluss Zweitveröffentlichungsrecht

über mehrere Kanäle wird auf den Kabinettsbeschluss zum Zweitveröffentlichungsrecht hingewiesen bzw. kommentiert:

Heinz Pampel hat bei WissPub auf den Kabinettsbeschluss zum Zweitveröffentlichungsrecht aufmerksam gemacht: http://wisspub.net/2013/04/10/kabinett-verabschiedet-entwurf-eines-zweitveroffentlichungsrechts/

Lambert Heller hat den Beschluss im TIB-Blog kommentiert: http://blogs.tib-hannover.de/tib/2013/04/11/zweitveroeffentlichungsrecht-unsere-open-access-wette-wird-vielleicht-von-der-realitaet-eingeholt/

Rainer Kuhlen hat einen Blogeintrag bei IUWIS verfasst: http://www.iuwis.de/blog/zweitveroeffentlichungsrecht-erster-und-zweiter-klasse-%E2%80%93-fortsetzung-der-unheiligen-allianz-von-

Zitation ist Macht

Auf einen interessanten Artikel zum vielschichtigen Thema der Zitationen macht Herr Umstaetter in InetBib aufmerksam: „So reiht sich aber langsam ein Sargnagel an den anderen beim veralteten Pre Peer Reviewing im Internetzeitalter“, fasst er den Artikel über „The Benefits of Rejection“ im „Scientist“ zusammen.

In der Studie „Deep Impact: Unintended consequences of journal rank“ fordern Bjoern Brembs (Uni Regensburg, bis SS12 FU Berlin) und Marcus Munafò (Uni Bristol) zur Schaffung eines bibliotheks-basierten Wissenschafts-Kommunikations-Systems auf, um das ihrer Meinung nach wissenschaftsschädigende Journalranking abzuschaffen oder zu unterlaufen – darauf wies Oliver Obst in MedInfo hin. Und im „Guardian“ wurde das Thema und die Veröffentlichung von Brembs, Munafo ausführlich kommentiert, wie Herr Obst ebenfalls hinweist: Science research: three problems that point to a communications crisis – Retraction is exploding, replicability of research diminishing, and our measure of journal quality is farcical“.

Lancet Journals excluded from Freedom Collection

Ende Februar wurde über die internationale Mailingliste der Konsortien darauf aufmerksam gemacht, dass ab 2013 die Lancet Titel von der Freedom Collection ausgeschlossen sein sollen.

Demzufolge gab es folgende Information an bestehende Kunden (http://www.info.sciverse.com/sciencedirect/buying/Additional/freedom/):

Additional information for existing customers

If you are already a ScienceDirect Freedom Collection customer (with pre-2013 license) you’ll continue to have access to the following Lancet titles:
The Lancet
The Lancet Infectious Diseases
The Lancet Neurology
The Lancet Oncology

Auf einzelne Nachfragen bei Elsevier ergab sich dann die Information, dass dies keine Konsequenzen für derzeitige Bezieher habe und ebenso für laufende Konsortialverträge. Was es für zukünftige Verträge bedeutet blieb offen.

Interessanterweise scheint es keine weiteren Diskussionen oder Kommentierungen in der deutschsprachigen Fach-Landschaft zu diesem Thema gegeben zu haben.

Und hier noch ein weiterer Lesestoff-Hinweis als Weiterleitung aus dem Medinfo-Weblog zum Thema: http://www.zeit.de/wissen/2013-03/wissenschaftsverlage-kritik-elsevier

Alter Schwede – Elsevier mit bestem Ergebnis der letzten 20 Jahre: 1,18 Milliarden Pfund Gewinn vor Steuern

Weiterhin lukratives Geschäftsmodell
Elsevier-Chef kassiert Rekordgehalt

Der Rechteinhaberkonzern Reed Elsevier verlegt zahlreiche Fachzeitschriften, für die Wissenschaftler ohne Honorar schreiben. Die eingesandten Texte werden von anderen Wissenschaftlern im Peer-Review-Verfahren überprüft, ausgewählt und korrigiert – und zwar ebenfalls ohne Honorar. Das fertige Produkt verkauft der Verlag an Bibliotheken und wissenschaftliche Institute. Weil diese darauf angewiesen sind, kann Reed Elsevier die Bedingungen dafür sehr zu seinen Gunsten gestalten und die Preisschraube regelmäßig anziehen. Mit diesem Geschäftsmodell lassen sich Monopolrenditen von 40 Prozent und mehr erwirtschaften. Das lohnt sich nicht nur für die Eigentümer des Verlags, sondern auch für seine Manager. Dem britischen Guardian zufolge kassierte der aktuelle Elsevier-CEO Erik Engström 2012 mit knapp 4,5 Millionen Pfund mehr Geld als jemals zuvor. 1,15 Millionen Euro davon waren Boni und weitere 2,1 Millionen bekam er in Aktien. Der 49 Jahre alte Schwede, der seit 2004 bei Elsevier arbeitet und seit 2009 CEO ist, sammelte darüber hinaus Pensionsansprüche in Höhe von 2,7 Millionen Pfund an. Sein insgesamter Aktienanteil an der Firma wird auf etwa sechseinhalb Millionen Pfund geschätzt. Mark Elliott, der Vorsitzende des Vergütungsausschusses von Elsevier, rechtfertigte die Gehaltssteigerungen für seinen Chef und für andere Führungskräfte mit dem Rekordgeschäftsergebnis des Verlags in Höhe von 1,18 Milliarden Pfund Gewinn vor Steuern. Dieses im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel höhere Ergebnis habe nicht nur die Erwartungen von Analysten übertroffen, sondern sei auch das beste in der bisher zwanzigjährigen Geschichte des Unternehmens gewesen. Außerdem habe der Preis der Reed-Elsevier-Aktie an der Londoner Börse ebenfalls ein historisches Hoch erreicht. Die Umsätze des Konzerns, der auch Rechte an der Datenbank LexisNexis an denComic-Con-Veranstaltungen hält, stiegen dagegen lediglich um zwei Prozent.

Peter Mühlbauer 14.03.2013 – News-URL: http://www.heise.de/tp/blogs/10/153930

Demand-Driven Acquisition (DDA) of Monographs – NISO Arbeitsgruppe gegründet

Hier finden Sie die Ankündigung der Einrichtung einer NISO-Arbeitsgruppe für PDA-Best-Practices für E-Books aus dem Sommer letzten Jahres. Statt „Patron-Driven Acquisition“ wird von ihr übrigens die bei Elsevier gebräuchliche Bezeichnung „Demand-Driven Acquisition“ verwendet.

Wem darin der Name Nettie Lagace bekannt vorkommt: sie war bis 04.11 bei ExLibris als Product Director ua. zuständig fuer Verde, SFX und bX und ist seitdem Associate Director for Programs bei der NISO.

Beteiligt sind neben den grossen Verlagen, Agenturen und überwiegend amerikanischen Bibliotheken die Bibliotheks-System-Anbieter Exlibris und OCLC.